Gemeinsam durch eine bewegte Schulzeit

21.07.2022
Abschlussfeier der 9. Klasse

Die letzten zwei Schuljahre der Abschlussschüler der 9. Klasse aus Mengkofen können getrost als Achterbahnfahrt bezeichnet werden. Freud und Leid prägten die Schulzeit, die durch Corona und Distanzunterricht bestimmt waren.

Trotz widriger und ungewöhnlicher Umstände konnten 21 stolze Absolventen ihre Abschlusszeugnisse in Händen halten.
Fesch herausgeputzt und sichtlich erleichtert waren sie bereit, ihre Leistungen zu feiern.

In allen Beiträgen der feierlichen und vielfältigen Verabschiedung, kam der Respekt vor den Leistungen der Schülerinnen und Schüler zum Ausdruck. Diese waren einem ungeheuren Druck ausgesetzt, hatten Rückschläge zu verarbeiten, mussten täglich die Maßnahmen der Pandemie erfahren und zugleich an ihre berufliche Zukunft denken.

Im Gottesdienst appellierte Religionslehrerin Manuela Waser daran, die vorhandenen Stärken und das Gelernte zu nutzen, um nun wie ein Adler die Schwingen auszubreiten und den schützenden „Horst“ zu verlassen – mutig und selbstbewusst.

Schulleiterin Brigitte Vogel zeichnete nochmals den Weg der Schülerinnen und Schüler auf.
Nur wer resilient sei, könne diese Anstrengungen und Herausforderungen mit guten Ergebnissen unbeschadet und erfolgreich bestehen. Viele jungen Leute seien in dieser Zeit persönlich gereift und gewachsen. Überforderung und übertriebene Vorstellungen an die Schülerinnen und Schüler, hätten zunächst zu Resignation und mangelndem Selbstwertgefühl gefühlt. Die Kinder anzunehmen, wie sie sind, Geduld zu haben mit sich selbst und anderen, führe eher zum Erfolg und Wohlbefinden. Zum Schluss erinnerte Frau Vogel an die Werte, die der Gesellschaft und uns selbst guttun. Dankbarkeit zeigen, Respekt und Achtung gegenüber anderen Menschen, Verzeihen können, Freundschaften pflegen, um nur einige zu nennen.

Selbstbewusst und sicher blickte die Schülersprecherin Angelina Walter in ihrer Rede auf die zurückliegenden Jahre zurück. Sie dankte im Namen der Klasse dem Lehrerkollegium und dieses bekam zur Stärkung ein Glas Bowle und ein Erinnerungsfoto.

Vor der Zeugnisvergabe führten Bilder aus der Schulzeit die Erinnerungen zurück bis zum ersten Schultag. Das Schulleben wurde vor den Augen der Schulabgänger in Form einer Präsentation ausgebreitet und machte ihnen bewusst, dass ein wichtiger Teil ihres Lebens nun endgültig sein Ende gefunden hatte.

Nach Abschiedsworten des Bürgermeisters Thomas Hieninger kam man den ersehnten Zeugnissen immer näher. Klassenlehrerin Birgit Kerscher beglückwünschte die jungen Leute für ihre enormen Leistungen. Jeder von ihnen habe einen sicheren Anschluss, Schule oder betriebliche Ausbildung. Jahrgangsbeste war Angelina Walter mit 1,1, gefolgt von Maja Novosel 1,2 und Lena Petri 1,4. Auch Diana Bredhauer, Johannes Zierer und Rebecca Mauerer konnten sich über eine 1 vor dem Komma freuen.

Sichtlich stolz und ergriffen verfolgten die Eltern die Zeugnisvergabe. Auch sie hatten sich eine Überraschung für ihre Kinder ausgedacht und luden zum Luftballonsteigen ein.

Besonderen Dank muss man der musikalischen Begleitung der Feier aussprechen. Die Musiklehrerin, Julia Gorst schickte besonders begabte Musikschüler: Anna und Theresa Scheungrab mit Harfe und Cello, sowie Mark Heringer und Gabriel Röhner am Klavier.

Traditionell wurden die Schülerinnen und Schüler von der Aitrachtaler Jugendkapelle zum „Barockstadl“ gespielt.
Ein Sektempfang des Elternbeirates leitete den letzten Teil der Feierlichkeiten ein. Vertreter des Elternbeirates und des Fördervereins richteten ihre Glückwünsche und Abschiedsworte an die Absolventen.
Danach überraschten die Schülerinnen und Schüler mit einem einstudierten Tanz. Die äußerst gelungene Choreographie trug die Handschrift von Christian und Andrea Kreuzpaintner.
Gemeinsames Essen, Tanzen und Spaß haben ließen den Abend ausklingen und  füllten das Wort Schulfamilie mit Inhalt.