Drei Tage auf der Insel

01.07.2017
Die 6. Klasse erlebte eine Reise nach Regensburg

Ort: Jugendherberge auf der Wöhrdinsel und viele weitere

Zeit: 28. bis 30. Juni 2017

Teilnehmer: 6. Klasse, Frau Hien, Frau Reithmeier, Herr Fischer.

 

Mittwoch, 28. Juni - Tag 1 - Rollkoffer und Kopfstein

Nachdem wir uns in Straubing am Bahnhof alle getroffen hatten, ging es mit dem Agilis Tempo 150 wirklich schnell nach Regensburg. Kaum waren die Smartphones draußen, mussten wir sie schon wieder einpacken.

 

Da dauerte der Weg vom Hauptbahnhof durch die Maxstraße, vor allem mit den Rollkoffern über das Kopfsteinpflaster, gefühlt schon wesentlich länger.

 

Aber die Schüler erhielten bereits einen ersten Eindruck von unserer Ziel-Stadt: vorbei am Historischen Museum, am Donaumarkt mit der Museumsbaustelle, über die Eiserne Brücke und die Wöhrdstraße entlang.

Tja, und einige hatten bereits festgestellt, wo der Mäcki liegt.

 Jugendherberge Regensburg

 

Schließlich die Jugendherberge auf der Wöhrdinsel.

 

Dort wartete erst Organisation: Zimmerverteilung, Austeilung Notfalltelefon, Tischregeln, Zimmerregeln - natürlich. Aber auch das erste Mittagessen.

Dann frisch geschminkt… das Wetter (noch) super schön - und das erste Highlight startete mit der Stadtführung mit dem Thema: "Das römische Regensburg".

 

Unserer Stadtführerin Julia verstand es, den Kindern spannend die Bauweise römischer Mauern zu vermitteln.

Und so weiß sicher noch lange jeder, dass wir auf dem Foto nicht vor einem römischen, sondern einem mittelalterlichen Mauerrest stehen.

 

Stadtführung - Vor einem mittelalterlichen Mauerrest

 

Das Leben und die Ausrüstung eines Legionärs in "Castra Regina" waren genau so beeindruckend erzählt. Und vor der römischen "Porta Praetoria", einem Eingang in das römische Militärlager mit Turmresten endete dieser erste Programmpunkt.

 

Porta Praetoria

 

Rund um den Dom durften jetzt die Schüler die Innenstadt in Gruppen erkunden.

 

der Dom

 

Nach dem Abendessen konnten die Schüler bis zur Zimmerruhe den Fußballplatz (es kamen einige bayernübergreifende Turniere zustande), die Tischtennis-, Klettermöglichkeiten nutzen.
Das Kickerturnier nahm seinen Anfang - fast zeitgleich mit dem Confed-Cup.

Der erste Tag war zuende. Die Betreuer waren müde. Die Schüler auch (- hoffentlich).

 

 

Donnerstag, 29. Juni - Tag 2 - Wind und Wolken

Die Wettervorhersagen für den Donnerstag waren ja ziemlich düster: Starkregen mit Gewitter.

Zum Glück startete der erste Programmpunkt gleich im Haus - die Schüler bastelten Mosaike in römischer Manier. Bis zum Farbensortieren der übrigen Steinchen am Ende waren die Schüler voll konzentriert bei der Sache.
Wir haben die Mosaike mitgebracht! Bitte aufhängen, halten 2000 Jahre.

 

Schüler beim Gestalten des römischen Mosaiks

 

 Beim Mosaizieren

 

Der Wettergott hatte die Klassenfahrt mitgeplant: Kaum waren wir auf dem Schiff (Ablegepunkt bei der Steinernen Brücke) die Donau unterwegs Richtung Walhalla, klarte der Himmel auf.

 

Wir legen ab!

 

Ankunft an der Walhalla

 

Den Aufstieg die gefühlten 800 Stufen (habe gerade gegoogelt: in Wirklichkeit 358) zur "Ruhmeshalle aller Teutschen" - hoch über dem Fluss - meisterten alle voller Energie. Manche joggten hoch.

 

Vor den Säulen der Walhalla

 

Zuerst ein wenig Gemecker als wir reingehen wollten. Aber jeden, der noch nicht drin gewesen war, und auch jeden anderen, überraschte dieses Innere - dieser einzige, hohe, eindrucksvolle Raum.
Suchauftrag: Finde Arminius den Cherusker!

Und obwohl niemand (auch die Lehrer nicht - heute glaube ich, am Giebel wäre er gewesen) den alten Germanen fand, gab es während der Suche nach diesem Marmor-Kopf viele interessante Beobachtungen und Fragestellungen unserer Kinder.

Die Rückfahrt, Mischung aus Wasser (Fluss), Wind, Wolken und Sonnenschein war eher schon ein Segelturn - superschön.

 

Dann: Besuch im Donaueinkaufszentrum, Essen, Kartenspielen, Fußball, Finale des Kickerturniers (der Sieger wird an dieser Stelle nicht verraten) - so verging der Donnerstag.

 

Fest steht: langsam hätten wir unseren Rhythmus gefunden.

Doch leider wussten wir: am nächsten Tag müssen wir heim.

 

 

Freitag, 30. Juni - Tag 3: Du kehrst wieder!

Wir zogen mit unseren Koffern zum Dom. Wieder Holperei übers Regensburger Kopfsteinpflaster

 

Abmarsch

 

 

Eine liebenswürdige ältere Dame bereitete uns einen versöhnlichen Abschied:
Bei der Domführung waren die Schüler beeindruckt - und kamen mit ihren Fragen gar nicht mehr zum Schluss.

 

Domführung

 

Geheime Steinmetzzeichen

 

Von den geheimen Steinmetzzeichen (hier auf einen Kanaldeckel), vom lächelnden Verkündigungsengel (den unsere Domführerin eigens für uns anleuchtete), von den Bischofsgräbern in der Krypta und vor allem von den 37 Tonnen Gewicht der frei hängenden Orgel waren alle fasziniert.

 

Nur für uns beleuchtet!

 

 

Und wirklich alle streichelten die Figuren des männlichen und des weiblichen Teufels am westlichen Domtor!

Obwohl - oder vielleicht gerade weil - sie gehört hatten, was das bedeutet.

 

Denn der Spruch sagt: Berührst du diese Figuren, wirst du eines Tages wieder nach Regensburg zurückkehren!

 

 

Gerne, jederzeit. Danke an die Klasse 6 für die schönen Tage.

 

Die Rückkehr

 

Deutscher Klimapreis der Allianz Umweltstiftung